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Krisenbewältigung

Anzeichen einer Krise

Unruhe, Anspannung, Nervosität

In schwierigen Lebenssituationen mit Problemen, die momentan nicht lösbar zu sein scheinen, entsteht typischerweise eine innere Anspannung, die – vielleicht nur unterschwellig – häufig als Unruhe oder Nervosität wahrgenommen wird. Auch andere körperliche Symptome wie Schwitzen, Hitzegefühle, Kopfschmerzen, Symptome im Magendarmtrakt und vieles mehr können auftreten.

Das psychophysische System stellt auf Kampf- oder Fluchtmodus und mobilisiert das Stresssystem. Gelingt es so die Situation zu bewältigen, klingen die Stresssymptome ab. Wenn die schwierige Situation aber über einen längeren Zeitraum bestehen bleibt, gerät man in einen Zustand des Dauerstresses und findet keine Ruhe.

Schlafstörung

Ein erstes Anzeichen von Belastung und innerer Anspannung ist häufig eine Verschlechterung des Schlafs. Wenn es keinen Wecker braucht, weil man schon etliche Zeit davor wach geworden ist, und sich dann im Bett hin und her wälzt, sich sorgenvoll Gedanken macht, so ist das ein typisches Anzeichen von Überlastung. Auch das Auftreten von längeren Schlafunterbrechungen ist ein Alarmsignal, ebenso wenn man Schwierigkeiten hat einzuschlafen oder der Schlaf nicht oder nicht ausreichend erholsam ist, Tagesmüdigkeit kann die Folge sein.

Grübeln

Die belastenden Umstände können dazu führen, dass man sich ständig Gedanken über die Probleme macht, die schließlich zu großen Sorgen anwachsen. Unter Umständen nehmen die Gedanken immer mehr Raum ein, werden zu negativen Gedankenschleifen, besonders wenn man viel Zeit alleine verbringt. Es gelingt nicht mehr sich abzulenken.

Konzentrationsstörung

Unter Belastung und Stress kann sich auch die Konzentrationsfähigkeit verschlechtern. Man merkt das daran, dass man z.B. bei der Arbeit leichter von den Inhalten oder Aufgaben abschweift, oder sich schlechter erinnern kann, was man gerade gelesen oder gehört hat. Termine werden vergessen, oder durcheinander gebracht, und so weiter.

Gefühle in der Krise

In Krisen können sehr unterschiedliche, oft widersprüchliche Gefühle auftreten: Ängstlichkeit, Traurigkeit, Schuld und Scham, Besorgnis, Resignation und Mutlosigkeit. Besonders bei Männern treten in Krisen häufig Gefühle des Unmuts, Missmuts, Ärgers und der Gereiztheit in den Vordergrund.

Diese negativen Gefühle können sehr stark werden. Die Verzweiflung nimmt immer mehr zu und führt unter Umständen dazu, dass die aktuelle (Lebens-)Situation als ausweglos erlebt wird. Dann nimmt auch die Gefahr von bedrohlichen Entwicklungen, wie Suizidalität oder riskanten oder aggressiven Handlungen zu.

Depression

Wenn Belastungen länger anhalten, Lösungsversuche scheitern, vielleicht auch zunehmende Erschöpfung hinzukommt, wenn sogar Gefühle der Ausweglosigkeit auftauchen, kann der Zustand in einer Lebenskrise auch Züge einer Depression annehmen.

Depressionen kommen häufig vor, viele Menschen sind irgendwann in ihrem Leben davon betroffen. So wie es aber möglich ist, einen Menschen bei der Bewältigung seiner Krise gut zu unterstützen, sind auch Depressionen gut behandelbar.

Folgende Symptome sind typisch und treten häufig in einer Depression auf:

  • Gedrückte Stimmung
  • Gefühlsleere, Freudlosigkeit, tiefe Hoffnungslosigkeit
  • Verminderung von Antrieb und Interessen, geliebte Dinge und Aktivitäten werden gleichgültig
  • Rückzug aus sozialen Beziehungen,
  • zunehmendes Desinteresse an anderen Menschen
  • Vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Gefühl der Wertlosigkeit und irrationale Schuldgefühle
  • Große Sorge um die Zukunft
  • Ungewohnte Ängstlichkeit
  • Suizidgedanken
  • Innere Unruhe, Nervosität, Anspannung
  • Verminderte Konzentrationsfähigkeit
  • Erschöpfung und ständige Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsabnahme
  • Verdauungsstörungen
  • Ängstliche Körperwahrnehmung
  • Schmerzen ohne organische Ursache

Die Verzweiflung bei Depressionen kann so groß sein, dass man daran denkt, sich das Leben zu nehmen.

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