Zum Menü Zum Inhalt
Krisenbewältigung

Anlässe/Auslöser von Lebenskrisen

Beziehung/Partnerschaft

Schwierigkeiten in Liebesbeziehungen und Partnerschaften sind ein häufiger Auslöser für eine Lebenskrise, vor allem dann, wenn Konflikte nicht auflösbar erscheinen und eine Trennung droht oder es zur Trennung kommt. Enttäuschungen und Vertrauensbrüche in Paarbeziehungen können sehr verletzend sein und das eigene Selbstvertrauen beeinträchtigen.

Eine Trennung bedeutet zumeist einen großen Verlust und es bedarf eines Trauerprozesses bis neue Orientierung im Leben gefunden werden kann. Mitunter können Trennungen aber auch die längst notwendigen Weichenstellungen ermöglichen, um eine verfahrene Paarkrise aufzulösen und die Grundlagen für eine bessere Zukunftsorientierung zu schaffen.

Auch in anderen familiären Beziehungen oder in Freundschaftsbeziehungen können zwischenmenschliche Probleme und Konflikte zu Krisen für die einzelnen Beteiligten werden.

Arbeit/Beruf

Probleme und Belastungen am Arbeitsplatz, die zu persönlichen Krisen führen, können vielfältig sein.

Die Belastungen an vielen Arbeitsplätzen haben in der sich rasch wandelnden Arbeitswelt zugenommen. Nicht selten sind Menschen von der Menge an Arbeit, die sie leisten sollen, überfordert. Zeit und Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen, fehlen und erzeugen ungesunden Stress. Eine Folge ist, dass Erfolgserlebnisse selten werden oder ganz fehlen. Ein Problem ist es auch, wenn die Anerkennung für die Leistung, die man erbringt, ausbleibt. Chronische Überforderung führt mit der Zeit meist dazu, dass sich ein Zustand der Erschöpfung einstellt. Anzeichen eines Burn-Outs bis hin zu Symptomen einer Depression können sich entwickeln.

Besonders belastend kann es für eine Person werden, wenn Konflikte am Arbeitsplatz dazu führen, dass Kollegen/Kolleginnen oder Vorgesetzte feindselig bzw. provozierend gegenüber dem Betroffenen auftreten. Es ist dann in jedem Fall wichtig sich entsprechende Hilfe zu holen und zu prüfen, ob es sich nicht um Mobbing oder Bossing am Arbeitsplatz handelt.

Der Verlust des Arbeitsplatzes ist meist ein sehr einschneidendes Ereignis. Viele arbeitslose Menschen erleben Einbrüche im Selbstwertgefühl, Lebensfreude und Selbstzufriedenheit schwinden. Arbeitslosigkeit bedeutet häufig den Verlust der wirtschaftlichen Sicherheit verbunden mit Einkommenseinbußen bis hin zu manifester Armut, sie betrifft nicht nur den arbeitslosen Menschen selbst, sondern hat Auswirkungen auf seine Familie und Umwelt. Eine länger andauernde Arbeitslosigkeit kann auch bei üblicherweise gutem Selbstvertrauen zunehmend zermürbend sein und vielfältige Probleme bis hin zu psychischen und körperlichen Krankheitssymptomen verursachen.

Soziale Auslöser

Die wirtschaftliche Situation vieler Menschen und ihrer Familien hat sich in den letzten Jahren verschlechtert. Gerade, wenn es darum geht, den eigenen Kindern gute Zukunftschancen zu ermöglichen, werden meist über lange Zeit Investitionen in Bildung, Ausbildung und persönliche Entwicklung der Kinder benötigt. Wenn demgegenüber Probleme wie Arbeitsplatzverlust, prekäre, schlecht bezahlte Arbeitsverhältnisse oder die Situation als Alleinerzieher/Alleinerzieherin bzw. Alleinverdiener/Alleinverdienerin bestehen, kann die Situation rasch die Grenzen der Belastbarkeit erreichen.

Nicht selten kommt es vor, dass gerade in jungen Jahren im Zusammenhang mit großen Anschaffungen und Investitionen Schulden gemacht werden. Verschlechtert sich die Einkommenssituation, kommt es bei der Rückzahlung dieser Schulden zu Problemen.

Eine ausreichend gute und gesicherte Wohnsituation zu haben, ist ein grundlegender Wert der menschlichen Existenz. Kommt es dazu, dass man seine Wohnung verliert, weil sie nicht mehr finanzierbar ist, oder weil ein Mietvertrag ausläuft, aber kein Ersatz zur Verfügung steht, ist die seelische Belastung oft groß.

Krankheit

Eine eigene schwere und/oder chronische Erkrankung oder die Erkrankung eines/r Angehörigen, um den/die man sich sorgt und/oder den/die man pflegen muss, ist ein weiterer häufiger Anlass für eine persönliche Lebenskrise.

Nach oben